Telematikinfrastruktur in der Apotheke

Bereits vor einigen Jahren wurde die Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) im E-Health-Gesetz festgelegt. Nun erfolgt die Anbindung der Apotheken an die Telematikinfrastruktur – und bildet die Basis für verschiedene digitale Services im Gesundheitsmarkt. 

Laut der aktuellen „markt intern“-Umfrage „Leistungsspiegel Apotheken-Software 2020“ ist die ADG mit ihren Mitarbeitern die Nummer 1 im Markt. Bei uns erhalten Sie den besten technischen Service und die zuverlässigste Hotline. Vertrauen Sie daher auch bei diesem wichtigen Thema auf Ihre ADG.

SMC-B und HBA beantragen und bestellen

Die Institutionskarte (SMC-B) und der Heilberufsausweis (HBA) werden durch die Apothekenkammern herausgegeben. Wie der Prozess im Detail funktioniert, kann je Kammer variieren. 

Generell besteht er jedoch aus zwei Stufen: 

1. Beantragung des Berechtigungsnachweises bei Ihrer Apothekerkammer
2. Bestellung beim entsprechenden Kartenanbieter


1. Beantragung des Berechtigungsnachweises bei Ihrer Apothekerkammer

Im ersten Schritt ist ein Ausgabeberechtigungsnachweis (sogenannte Vorgangsnummer oder Bescheid) für die SMC-B bzw. den HBA über den Portalzugang der jeweils zuständigen Apothekerkammer zu beantragen. 

Im Zuge des Beantragungsverfahrens müssen Sie einen Kartenanbieter (qualifizierten Vertrauensanbieter (qVDA)) auswählen. 

Wir empfehlen Ihnen, auf den Anbieter medisign zurückzugreifen. Mit diesem Anbieter haben wir ineinandergreifende Prozesse definiert, durch die Verzögerungen im Installationsablauf verhindert werden können. 

Ob das Antragsportal Ihrer zuständigen Apothekerkammer zur Beantragung der SMC-B und des HBA freigeschaltet ist und diese über medisign bestellbar sind, können Sie der folgenden Abbildung entnehmen – durch Klicken auf die Apothekerkammer gelangen Sie direkt auf die entsprechende Website:

Auch wenn der HBA für die Installation der TI-Komponenten nicht erforderlich ist, können Apotheker einiger Kammerbezirke diesen bereits jetzt beantragen. Ihren HBA können Sie dann HIER über medisign bestellen.  


2.    Bestellung beim entsprechenden Kartenanbieter

Im zweiten Schritt erfolgt die eigentliche Bestellung der Karten bei dem zuvor ausgewählten Kartenanbieter (Vertrauensanbieter) medisign. Voraussetzung für die Bestellung ist ein entsprechender Ausgabeberechtigungsnachweis Ihrer jeweiligen Apothekerkammer. Von ihr erhalten Sie die für die Bestellung notwendigen Vorgangsnummern oder einen positiven Bescheid.

Liegen Ihnen alle erforderlichen Informationen vor, können Sie ab sofort die SMC-B Karten HIER über medisign bestellen.

 

Mit dem „Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen“ – kurz E-Health-Gesetz – sollen die Chancen der Digitalisierung im Gesundheitsbereich genutzt und die Wirtschaftlichkeit sowie Qualität der Patientenversorgung weiter verbessert werden. Dazu wurde unter anderem ein Fahrplan mit Vorgaben und Fristen für den Aufbau der Telematikinfrastruktur und die Einführung medizinischer Anwendungen wie etwa die elektronische Patientenakte (ePatientenakte) oder der elektronischer Medikationsplan (eMedikationsplan) im Gesetz festgeschrieben.

Ausführliche Informationen zum E-Health-Gesetz finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Das Wort Telematik setzt sich aus den Begriffen „Telekommunikation“ und „Informatik“ zusammen und bezeichnet die Vernetzung verschiedener IT-Systeme. Es handelt sich dabei um ein geschlossenes Netzwerk, das zukünftig einen sicheren Austausch von Gesundheitsinformationen zwischen den Leistungserbringern (Apotheken, Ärzte, Krankenhäuser usw.), den Kostenträgern und den Patienten ermöglicht. Zugang erhält nur, wer nachweislich beruflich dazu berechtigt und mit dem entsprechenden Equipment ausgestattet ist. Für den Aufbau, Betrieb und die Weiterentwicklung der TI ist die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) verantwortlich.

Die für Apotheken notwendigen Komponenten stehen zur Verfügung. Die Konnektoren haben die Zulassung bzw. Zertifizierung der gematik erhalten. Die Öffnung der Antragsportale zur Bestellung der SMC-B (elektronischer Institutionsausweis der Apotheke) über die Apothekerkammern dauerte länger als erwartet, ist nun jedoch abgeschlossen.
 
Die Apotheken werden flächendeckend an die TI angebunden.

Am Mittwoch, 10.7.2019, hat das Bundeskabinett dem Referentenentwurf zum „Digitale Versorgung-Gesetz“ (DVG) von Gesundheitsminister Spahn zugestimmt. Für Apotheken bedeutet das, dass sie sich bis zum 30. September 2020 an die TI anbinden müssen. Sollten Apotheken die Frist nicht einhalten können, sind im DVG jedoch bislang keine Sanktionen vorgesehen.

Damit Apotheken auf die TI zugreifen können, werden neben einer stabilen Internetverbindung folgende, für den Einsatz in Apotheken zertifizierte Komponenten benötigt:

 

Komponente

Aktueller Stand

Konnektor:
Der Konnektor wird ins lokale Netzwerk eingebunden und stellt eine sichere Verbindung mit den zentralen Diensten der TI her.  Er ermöglicht damit den sicheren Zugang zur TI und bindet die lokalen Kartenterminals und Karten der Apotheke ein.

Derzeit gibt es unterschiedliche Anbieter von Konnektoren – allerdings noch keinen mit einem für die Apotheke erstattungsfähigen Softwarestand (PTV3). Selbstverständlich wird der in unserem ADG TI-Basispaket angebotene eHealth-Konnektor die Voraussetzungen für die Erstattung im Rahmen der Refinanzierungsvereinbarung zwischen dem DAV und dem GKV Spitzenverband erfüllen.

Kartenterminals:
Um die elektronische Gesundheitskarte (eGK) eines Patienten einlesen zu können, werden in der Apotheke zertifizierte Kartenterminals benötigt.

Es sind bereits zugelassene Kartenterminals am Markt verfügbar. Als ADG Kunde erhalten Sie diese zusammen mit den entsprechenden Konnektoren im Paket.

Elektronischer Heilberufsausweis (HBA):
Um sich als Heilberufler im Netzwerk identifizieren zu können, benötigt jeder Apotheker einen elektronischen Heilberufsausweis (HBA). Dieser wird über zusätzliche Einschübe in die Kartenterminals eingesteckt und dient zur Authentifizierung.

Die Ausgabe der HBA erfolgt über die Landesapothekerkammern. Fast alle Kammern haben ihr Antragsportal für die Bestellung des HBA über den qualifizierten Vertrauensdiensteanbieter (qVDA) medisign geöffnet

Institutionenkarte (SMC-B):
Damit sich jede Apotheke auch als zugelassene Betriebsstätte authentisieren kann, benötigt der Inhaber eine Institutionenkarte – auch SMC-B-Karte genannt. Diese wird ebenfalls in den Einschub des Kartenterminals eingesteckt.

Die Ausgabe der SMC-B erfolgt über die Landesapothekerkammern. Mittlerweile haben alle Kammern ihr Antragsportal für die Bestellung der SMC-B über den qualifizierten Vertrauensdiensteanbieter (qVDA) medisign geöffnet.

 

Beim qVDA handelt es sich um einen qualifizierten Vertrauensanbieter. Dieser ist für die Herstellung der SMC-B und des HBA zuständig und wird im ersten Schritt des Beantragungsprozesses dieser Karten von Ihnen als Antragsteller ausgewählt.

Im Zuge des Beantragungsverfahrens müssen Sie einen Kartenanbieter (qualifizierten Vertrauensdienste-Anbieter (qVDA)) auswählen. Wir empfehlen Ihnen, auf den Anbieter medisign zurückzugreifen. 

Mit medisign haben wir automatisierte Prozesse implementiert, über welche wir, unter Wahrung des Datenschutzes, den Bestellprozess Ihrer Karten verfolgen und Kenntnis über den Bestellstatus der Karten erlangen können. Dies vermeidet Rückfragen unsererseits und dient einem schnellen Installationsprozess der TI-Komponenten in Ihrer Apotheke. Sollten Sie sich gegen medisign und für einen anderen Vertrauensdienste-Anbieter entscheiden, erfolgt keine automatisierte Information über den Bestellstatus Ihrer Karten an die ADG. Wir sind in diesem Fall auf eine Information durch die Apotheke selbst angewiesen.

Grundsätzlich sind auch die Karten anderer Anwender verwendbar. In diesem Fall erhält die ADG jedoch keine automatisierte Information über den Bestellstatus Ihrer Karten. Wir sind auf eine Information durch die Apotheke selbst angewiesen um Sie bei der späteren Installation der TI-Komponenten (Konnektor, Kartenterminal, etc.) optimal unterstützen zu können. 

Als Grundausstattung sollte ein HBA pro Apothekeninhaber und jeweils eine SMC-B pro Betriebsstätte beantragt werden. (Bspw. als Inhaber mit einer Hauptapotheke und zwei zusätzlichen Filialen benötigen Sie einen HBA und drei SMC-B).

Für die Inbetriebnahme der TI-Installation ist zunächst nur die Institutionskarte (SMC-B) zwingend notwendig.
 
Ein Heilberufsausweis (HBA) ist nur in bestimmten Anwendungsfällen notwendig. Die für den 30.09.2020 geforderten Funktionen der Produkttypversion 3 (PTV3) benötigen erst einmal noch keinen HBA. Für alle weiteren geplanten Dienste (Patientenakte, eRezept) wird dies dann jedoch der Fall sein.

Aufgrund des aufwendigen Verfahrens zum Erhalt des Berechtigungsnachweises der Karten bei der Kammer, sollten Sie im ersten Schritt gleich beide Karten beantragen.

Der personenbezogene HBA berechtigt Vertreter approbierter Heilberufe die Grundleistungen der TI ausführen zu können. Dazu gehört der Zugriff auf Anwendungen wie den elektronischen Medikationsplan und eRezepte sowie auf die Daten der eGK. Zunächst benötigt lediglich der Apothekeninhaber einen HBA (bspw. als Inhaber mit einer Hauptapotheke und zwei zusätzlichen Filialen benötigen Sie einen HBA).

Die sogenannte N-Ident-Nummer ist ein digitaler Schlüssel je Apotheke, der ursprünglich den Zugang zu securPharm ermöglicht hat. Im Bestellprozess der TI benötigen Sie diese Nummer während des Bestellprozesses Ihrer SMC-B Karte auf der Website des Kartenanbieters medisign.

Die N-Ident-Nummer haben Sie in Zusammenhang mit securPharm erhalten. 

Um das Verfahren für Sie zu erleichtern, wurde die Anzeige der N-Ident-Nummer zudem in den Warenwirtschaftssystemen A3000 und S3000 vereinfacht. Über diese Möglichkeit und das schrittweise Vorgehen um die N-Ident-Nummer im jeweiligen System einsehen zu können, haben wir Sie per Briefkastenmitteilung informiert. 
 

Im Bestellprozess des Kartenanbieters medisign werden Sie aufgefordert, Ihre Apothekennummer einzutragen. Bitte erfragen Sie diese im Zweifelsfall bei Ihrer zuständigen Apothekerkammer.

Ohne die gSMC-KT kann keine Verbindung zwischen eHealth-Kartenterminal und der Telematikinfrastruktur hergestellt werden. Die Smartcard enthält die Zertifikate und Schlüssel zum Aufbau der verschlüsselten Verbindung zum Konnektor.
Somit benötigt jedes Kartenterminal eine gerätespezifische gSMC-KT.

PTV1 beschreibt die Fähigkeit des Konnektors die Fachanwendung des Versichertenstammdatenmanagements (VSDM) zu unterstützen.

PTV2/3 beschreibt den Funktionsumfang des Konnektors der Stufe PTV1 zuzüglich der Fachanwendungen elektronische Signatur (QES), Notfalldatenmanagement (NFDM) und eMedikationsplan (eMP).

Für die Vorbereitung auf den bevorstehenden Anschluss Ihrer Apotheke an die TI ist Ihr ADG Berater Ihr erster Ansprechpartner.

Wahrscheinlich haben Sie die ADG mit der Installation und Inbetriebnahme des ADG TI-Basispaket bereits beauftragt. Falls dies nicht der Fall sein sollte, empfehlen wir Ihnen, sich direkt an Ihren ADG Berater zu wenden.

Bei der Installation der Komponenten steht Ihnen die ADG selbstverständlich zur Seite. Mit unserem Technikerteam unterstützen wir Sie bei der technischen Einrichtung und liefern zusätzlich die entsprechenden Softwarekomponenten für die Unterstützung durch Ihr ADG System. Unsere Online Hilfe und unser Schulungsvideo beantwortet Ihnen Ihre Fragen rund um die TI.

Als Mitglied des Bundesverbands Deutscher Apothekensoftwarehäuser (ADAS) sind wir aktiv an der Umsetzung der geplanten Dienste (eMedikationsplans, eRezept, etc.) involviert und bringen unsere Expertise und Erfahrung als Apothekendienstleister dabei mit ein.

Übrigens: Alle Informationen zur Einführung des eRezepts haben wir in einem FAQ für Sie zusammengefasst.

Für die Anschaffung der benötigten Komponenten erhalten Apotheken einen finanziellen Ausgleich durch die gesetzlichen Krankenkassen. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband haben sich dazu bereits im laufenden Jahr auf entsprechende Pauschalen geeinigt.

Eine Übersicht zu den Ausstattungs- und Einrichtungspauschalen erhalten Sie auf der Website der GKV.

 

  • Registrierung im Nacht und Notdienstfonds (NNF) Apothekenportal
  • Antrag auf Rückerstattung inkl. Selbsterklärung zur technischen Inbetriebnahme der Telematikinfrastruktur

Die Selbsterklärung wird von Ihnen im Rahmen des Antrags auf Rückerstattung abgegeben und dient als Nachweis dafür, dass die Telematikinfrastruktur in Ihrer Apotheke mit den aktuellen Funktionen und Fachanwendungen zur Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) und dem elektronischen Medikationsplan (eMP) einsatzbereit ist.

  • Installation der Hardware (Konnektor und eHealth-Kartenterminal)
  • Freigeschaltete und aktivierte SMC-B-Smartcard
  • Aktive Verbindung zur zentralen Telematikinfrastruktur (VPN-TI Tunnel)
  • ADG AMTS-Modul zur Nutzung der Fachanwendungen AMTS und elektronischer Medikationsplan 
  • Das zu meldende Datum der Inbetriebnahme im Rahmen der Selbsterklärung entspricht dabei dem Datum der erfolgreichen Durchführung der oben genannten Schritte

Sollten Sie das Datum nicht genau wissen, geben Sie das Datum der ersten Nutzung des AMTS Moduls an.

Hinweis
Der Nachweis in Form einer Auftragsbestätigung oder Rechnung ist dabei nicht notwendig! Der Einsatz eines Heilberufsausweises (HBA) ist in diesem Zusammenhang noch nicht notwendig. Damit kann auch die Freischaltung des HBAs bzw. Änderung der Transport-PINs der Karte und der qualifizierten Signatur (QES) zu einem späteren Zeitpunkt (Q1/2021) stattfinden. Bis dahin ist der PIN-Brief des HBAs sicher aufzubewahren!
Weitere Informationen zum Antrag der Kostenerstattung finden Sie auf der Website des Nacht- und Notdienstfonds.

  • Voraussetzung ist die Installation des ADG TI-Basispakets (Hardware) durch Ihre Geschäftsstelle
  • Das ADG AMTS-Modul wurde Ihnen im Rahmen eines Software-Updates automatisch zur Verfügung gestellt
  • Zusätzlich erhalten Sie eine entsprechende Mitteilung über die Installation und die bereitgestellte Dokumentation inklusive Schulungsvideo 
     

Die Änderung der Transport-PIN der Karte bzw. der qualifizierten Signatur (QES) des HBAs ist über das ADG AMTS-Modul in der PIN-Verwaltung vorgesehen. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Online Hilfe, welche Sie über das ADG AMTS-Modul aufrufen können.

Achtung!
Im Zusammenhang mit den aktuellen Funktionen der TI bzw. des elektronischen Medikationsplans (eMP/AMTS) ist der Einsatz eines Heilberufsausweises (HBA) nicht notwendig bzw. vorgesehen. 
Daher stehen Ihnen die Funktionen zur Änderung der Transport-PIN und Signatur-PIN (QES) des HBAs aktuell noch nicht vollumfänglich zur Verfügung. Diese Funktionen werden Ihnen im Rahmen eines Softwareupdates des ADG AMTS-Moduls (Q1/2021) automatisch bereitgestellt. 
Bis dahin ist der PIN-Brief des HBAs sicher aufzubewahren!
 

Die Freischaltung bzw. Empfangsbestätigung des HBAs erfolgt über das Portal des Kartenlieferanten (z. B. medisign). 

Voraussetzung dafür ist die erfolgreiche Änderung der Transport-PINs der Karte bzw. qualifizierten Signatur (QES). 

Ohne das weitere Softwareupdate des ADG AMTS-Moduls (Q1/2021) ist dies aktuell noch nicht möglich.

Eine zeitliche Befristung zur Freischaltung gibt es trotz eventuellem Erinnerungsschreiben durch den Kartenlieferanten (z. B. medisign) jedoch nicht. Die Freischaltung kann damit auch zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt stattfinden. 

Bis dahin ist der PIN-Brief des HBAs sicher aufzubewahren!

  1. Zugang zum Portal des Kartenanbieters (z.B. medisign)
    Der Zugang zu dem persönlichen Bereich für die Antragsstellung und Freischaltung der Betriebsstättenkarte (SMC-B) und des Heilberufsausweises (HBA) ist mit einem individuellen von Ihnen gewählten Kennwort geschützt
     
  2. Freischaltkennwort für Betriebsstättenkarte (SMC-B) und Heilberufsausweis (HBA)
    Sowohl die SMC-B als auch der HBA müssen von Ihnen im Portal des Kartenanbieters, unter Verwendung des von Ihnen im Bestellprozess vergebenen Kennworts, freigeschaltet werden.

    a.    SMC-B: Diese müssen Sie nach Erhalt und vor der Installation der TI in Ihrer Apotheke freischalten
    b.    HBA: Diesen schalten Sie erst frei, wenn die Transport-PINs der Karte bzw. qualifizierten Signatur (QES) Ihres HBAs geändert wurden. 
    Dies ist erst mit einem weiteren Softwareupdate des ADG AMTS-Moduls (Q2/2021) möglich!
     
  3. Sperrkennwort für den Heilberufsausweis (HBA)
    Dieses Kennwort benötigen Sie im Falle eines Diebstahls oder Verlusts Ihres HBAs um die Karte sperren zu können
     
  4. Karten-PIN der Betriebsstättenkarte (SMC-B)
    Diese PIN wird bei der Installation der Telematikinfrastruktur (TI) von der Transport-PIN in eine persönliche PIN geändert. Der Techniker fragt Sie bei der Installation nach dieser Karten-PIN
     
  5. PINs des Heilberufsausweises (HBA)
    Der HBA besitzt 2 PINs:
    a.    Persönliche Karten PIN für den HBA selbst
    b.    Persönliche PIN der qualifizierten Signatur (QES) für das Signieren von Dokumenten und Schriftverkehr

    Beide PINs werden erst nach der Installation der TI gesetzt.

Achtung!
Im Zusammenhang mit den aktuellen Funktionen der TI bzw. des elektronischen Medikationsplans (eMP/AMTS) ist der Einsatz eines Heilberufsausweises (HBA) nicht notwendig bzw. vorgesehen. 
Daher stehen Ihnen die Funktionen zur Änderung der Transport-PIN und Signatur-PIN (QES) des HBAs aktuell noch nicht vollumfänglich zur Verfügung. Diese Funktionen werden Ihnen im Rahmen eines Softwareupdates des ADG AMTS-Moduls (Q1/2021) automatisch bereitgestellt. 
Eine zeitliche Befristung zur Freischaltung gibt es trotz eventuellem Erinnerungsschreiben durch den Kartenlieferanten (z.B. medisign) jedoch nicht. Die Freischaltung kann damit auch zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt stattfinden. 
Bis dahin ist der PIN-Brief des HBAs sicher aufzubewahren!

Sie haben die Möglichkeit, das erste und letzte Zeichen Ihres Freischaltkennwortes einzusehen. 
Bitte loggen Sie sich dafür auf der Seite ehba.de  bzw. smc-b.de in Ihrem Medisign Kundenkonto ein. Dies erfolgt über den Klick auf den Button „Anmelden“.
Die Anmeldung erfolgt über die Eingabe Ihrer Zugangsdaten und eine anschließende TAN Eingabe.
Der Hinweis auf das erste und letzte Kennzeichen Ihres Freischaltkennwortes findet sich in den Antragsdokumenten der jeweils beantragten Karte. 

Achtung: Die Anzahl der Sternchen ist nicht identisch mit der Länge des Passwortes!