eRezept

Mit dem aktuell geltenden Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) wurden vom Bundesministerium der Gesundheit (BMG) weitere entscheidende Impulse gesetzt, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu etablieren. Einen wichtigen Grundpfeiler stellt dabei die Anwendung der „elektronischen Verordnung“ (eRezept) dar, die noch in diesem Jahr allen Leistungserbringern und Versicherten zur Verfügung gestellt werden soll.

eRezept: Die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick

Bis zum 1. Oktober 2021 müssen alle informationstechnischen Systemen der Ärzte mit den von der gematik GmbH festgelegten Schnittstellen ausgestattet sein.

Bereits drei Monate vorher stellt die gematik die dafür erforderlichen Zentralsysteme bereit. Damit beginnt die Einführungsphase für das eRezept in Apotheken quasi bereits zum 1. Juli 2021. 
Ab diesem Zeitpunkt können Ärzte dann bereits erste eRezepte ausstellen, die in Apotheken zur Abgabe auch entsprechend digital verarbeitet werden müssten.

Die Anpassung Ihres ADG Systems erfolgt wie gewohnt im Rahmen eines Softwareupdates.

Bitte beachten Sie: Die Voraussetzung für das Softwareupdate ist die Ausstattung Ihrer Apotheke mit den Komponenten der Telematikinfrastruktur (Konnektor, Kartenterminals, HBA, SMC-B). 
 

Als Mitglied des ADAS ist die ADG aktiv an der Umsetzung des eRezepts beteiligt und bringt ihre Expertise und langjährige Erfahrung als Apothekendienstleister in das Projekt mit ein.

Eines vorweg: Die Hoheit über ein Rezept soll jederzeit beim Patienten liegen. Daher wird es zukünftig nicht nur einen Weg geben, wie das eRezept vom Arzt in die Apotheke kommt.

Möglichkeit 1: gematik App auf einem Smartphone
Bei dieser Variante soll ein Patient direkt auf seine eRezepte zugreifen können bzw. einer Apotheke sein eRezept zur Belieferung vorab übergeben.

Möglichkeit 2: Ausdruck eines Data-Matrix-Codes
Für alle Patienten ohne Smartphone soll es auch zukünftig eine „Papier-Variante“ geben. Dabei druckt der Arzt den Rezeptschlüssel in Form eines Data-Matrix-Codes aus und übergibt ihn an den Patienten. Den Rezeptschlüssel in Papierform kann der Patient anschließend in seiner Apotheke vorzeigen. 
 

Die durchgängige Übertragung eines papierlosen Rezepts, das elektronisch und ohne Medienbruch vom Arzt zum Patienten, zur Apotheke und über das Rechenzentrum zur Abrechnung an die Krankenkassen gelangt, bietet einen wesentlichen Effizienzgewinn für alle Beteiligten. Der Zugriff auf eine strukturierte Datenbasis ermöglicht zudem eine verbesserte pharmazeutische Betreuung der Patienten bzw. Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS). Für den Patienten soll das eRezept vor allem Erleichterung bieten und das Einlösen von Rezepten über moderne Medien, wie etwa einer App, ermöglichen. Die uneingeschränkte Hoheit über ein Rezept bleibt dabei jederzeit beim Patienten. Das heißt, dass alleine er entscheidet, welche Apotheke sein eRezept erhält.