Telematikinfrastruktur

Die Anbindung der Apotheken an die Telematikinfrastruktur rückt näher.

Mit der ADG sind Sie bestens vorbereitet.

Telematikinfrastruktur in der Apotheke

Bereits vor einigen Jahren wurde die Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) im E-Health-Gesetz festgelegt. Nun treibt Gesundheitsminister Jens Spahn das Thema weiter voran. In diesem Jahr soll die Anbindung der Apotheken an die Telematikinfrastruktur erfolgen – und die Basis für verschiedene digitale Services im Gesundheitsmarkt sein. 

Laut der aktuellen „markt intern“-Umfrage „Leistungsspiegel Apotheken-Software 2020“ ist die ADG mit ihren Mitarbeitern die Nummer 1 im Markt. Bei uns erhalten Sie den besten technischen Service und die zuverlässigste Hotline. Vertrauen Sie daher auch bei diesem wichtigen Thema auf Ihre ADG.

SMC-B und HBA beantragen und bestellen

Die ersten Apothekerkammern haben ihre Mitglieder über die Ausgabe der Institutionskarte (SMC-B) und des Heilberufsausweises (HBA) informiert. Wie der Prozess im Detail funktioniert, kann je Kammer variieren. 

Generell besteht er jedoch aus zwei Stufen: 

1. Beantragung des Berechtigungsnachweises bei Ihrer Apothekerkammer
2. Bestellung beim entsprechenden Kartenanbieter


1. Beantragung des Berechtigungsnachweises bei Ihrer Apothekerkammer

Im ersten Schritt ist ein Ausgabeberechtigungsnachweis (sogenannte Vorgangsnummer oder Bescheid) für die SMC-B bzw. den HBA über den Portalzugang der jeweils zuständigen Apothekerkammer zu beantragen. 

Im Zuge des Beantragungsverfahrens müssen Sie einen Kartenanbieter (qualifizierten Vertrauensanbieter (qVDA)) auswählen. 

Wir empfehlen Ihnen, auf den Anbieter medisign zurückzugreifen. Mit diesem Anbieter haben wir ineinandergreifende Prozesse definiert, durch die Verzögerungen im Installationsablauf verhindert werden können. 

Ob das Antragsportal Ihrer zuständigen Apothekerkammer bereits zur Beantragung der SMC-B und des HBA freigeschaltet ist und diese über medisign bestellbar sind, können Sie der folgenden Abbildung entnehmen – durch Klicken auf die Apothekerkammer gelangen Sie direkt auf die entsprechende Website:

Auch wenn der HBA für die Installation der TI-Komponenten nicht erforderlich ist, können Apotheker einiger Kammerbezirke diesen bereits jetzt beantragen.


2.    Bestellung beim entsprechenden Kartenanbieter

Im zweiten Schritt erfolgt die eigentliche Bestellung der Karten bei dem zuvor ausgewählten Kartenanbieter (Vertrauensanbieter) medisign. Voraussetzung für die Bestellung ist ein entsprechender Ausgabeberechtigungsnachweis Ihrer jeweiligen Apothekerkammer. Von ihr erhalten Sie die für die Bestellung notwendigen Vorgangsnummern oder einen positiven Bescheid.

Liegen Ihnen alle erforderlichen Informationen vor, können Sie ab sofort die SMC-B Karten HIER über medisign bestellen.

Sobald auch eine finale Bestellung des HBA möglich ist, informieren wir Sie an dieser Stelle erneut.
 

Mit dem „Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen“ – kurz E-Health-Gesetz – sollen die Chancen der Digitalisierung im Gesundheitsbereich genutzt und die Wirtschaftlichkeit sowie Qualität der Patientenversorgung weiter verbessert werden. Dazu wurde unter anderem ein Fahrplan mit Vorgaben und Fristen für den Aufbau der Telematikinfrastruktur und die Einführung medizinischer Anwendungen wie etwa die elektronische Patientenakte (ePatientenakte) oder der elektronischer Medikationsplan (eMedikationsplan) im Gesetz festgeschrieben.

Ausführliche Informationen zum E-Health-Gesetz finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Das Wort Telematik setzt sich aus den Begriffen „Telekommunikation“ und „Informatik“ zusammen und bezeichnet die Vernetzung verschiedener IT-Systeme. Es handelt sich dabei um ein geschlossenes Netzwerk, das zukünftig einen sicheren Austausch von Gesundheitsinformationen zwischen den Leistungserbringern (Apotheken, Ärzte, Krankenhäuser usw.), den Kostenträgern und den Patienten ermöglicht. Zugang erhält nur, wer nachweislich beruflich dazu berechtigt und mit dem entsprechenden Equipment ausgestattet ist. Für den Aufbau, Betrieb und die Weiterentwicklung der TI ist die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) verantwortlich.

Bereits im E-Health-Gesetz wurden die Vorgaben und Fristen für den Aufbau der Telematikinfrastruktur genau geregelt. Die Bereitstellung der dafür notwendigen und zugelassenen Komponenten konnte durch die Industrie aber erst in den letzten Monaten sichergestellt werden.

Apotheken sollen im nächsten Schritt flächendeckend an die TI angebunden werden.

Am Mittwoch, 10.7.2019, hat das Bundeskabinett dem Referentenentwurf zum „Digitale Versorgung-Gesetz“ (DVG) von Gesundheitsminister Spahn zugestimmt. Für Apotheken bedeutet das, dass sie sich bis zum 30. September 2020 an die TI anbinden müssen.

Es ist jedoch fraglich, ob der angekündigte Zeitplan realistisch eingehalten werden kann.

Die für Apotheken notwendigen Komponenten stehen bis dato noch nicht zur Verfügung und mit einer entsprechenden Zertifizierung der Konnektoren für den Einsatz in Apotheken ist erst im Laufe 2020 zu rechnen.

Sollten Apotheken die Frist nicht einhalten können, sind im DVG jedoch bislang keine Sanktionen vorgesehen.

Damit Apotheken auf die TI zugreifen können, werden neben einer stabilen Internetverbindung folgende, für den Einsatz in Apotheken zertifizierte Komponenten benötigt:

 

Komponente

Aktueller Stand

Konnektor:
Der Konnektor wird ins lokale Netzwerk eingebunden und stellt eine sichere Verbindung mit den zentralen Diensten der TI her.  Er ermöglicht damit den sicheren Zugang zur TI und bindet die lokalen Kartenterminals und Karten der Apotheke ein.

Derzeit gibt es unterschiedliche Anbieter von Konnektoren – allerdings noch keinen mit einem für die Apotheke erstattungsfähigen Softwarestand (PTV3). Selbstverständlich wird der in unserem ADG TI-Basispaket angebotene eHealth-Konnektor die Voraussetzungen für die Erstattung im Rahmen der Refinanzierungsvereinbarung zwischen dem DAV und dem GKV Spitzenverband erfüllen.

Kartenterminals:
Um die elektronische Gesundheitskarte (eGK) eines Patienten einlesen zu können, werden in der Apotheke zertifizierte Kartenterminals benötigt.

Es sind bereits zugelassene Kartenterminals am Markt verfügbar. Als ADG Kunde erhalten Sie diese zusammen mit den entsprechenden Konnektoren im Paket.

Elektronischer Heilberufsausweis (HBA):
Um sich als Heilberufler im Netzwerk identifizieren zu können, benötigt jeder Apotheker einen elektronischen Heilberufsausweis (HBA). Dieser wird über zusätzliche Einschübe in die Kartenterminals eingesteckt und dient zur Authentifizierung.

Die Ausgabe der HBA soll über die Landesapothekenkammern erfolgen. Eine entsprechende Ausschreibung zur Lieferung durch die Industrie ist aktuell noch im Gange.

Institutionenkarte (SMC-B):
Damit sich jede Apotheke auch als zugelassene Betriebsstätte authentisieren kann, benötigt der Inhaber eine Institutionenkarte – auch SMC-B-Karte genannt. Diese wird ebenfalls in den Einschub des Kartenterminals eingesteckt.

Die Institutionenkarten sollen im 2. Quartal 2020 flächendeckend von den Landesapothekerkammern zur Ausgabe bereitstehen.

 

Beim qVDA handelt es sich um einen qualifizierten Vertrauensanbieter. Dieser ist für die Herstellung der SMC-B und des HBA zuständig und wird im ersten Schritt des Beantragungsprozesses dieser Karten von Ihnen als Antragsteller ausgewählt.

Im Zuge des Beantragungsverfahrens müssen Sie einen Kartenanbieter (qualifizierten Vertrauensdienste-Anbieter (qVDA)) auswählen. Wir empfehlen Ihnen dringend, auf den Anbieter medisign zurückzugreifen. 

Mit medisign haben wir automatisierte Prozesse implementiert, über welche wir, unter Wahrung des Datenschutzes, den Bestellprozess Ihrer Karten verfolgen und Kenntnis über den Bestellstatus der Karten erlangen können. Dies vermeidet Rückfragen unsererseits und dient einem schnellen Installationsprozess der TI-Komponenten in Ihrer Apotheke. Sollten Sie sich gegen medisign und für einen anderen Vertrauensdienste-Anbieter entscheiden, erfolgt keine automatisierte Information über den Bestellstatus Ihrer Karten an die ADG. Wir sind in diesem Fall auf eine Information durch die Apotheke selbst angewiesen.

Mit der Auswahl von medisign lässt sich diese zusätzliche Verzögerung im Installationsablauf leicht verhindern.

Grundsätzlich sind auch die Karten anderer Anwender verwendbar. In diesem Fall erhält die ADG jedoch keine automatisierte Information über den Bestellstatus Ihrer Karten. Wir sind auf eine Information durch die Apotheke selbst angewiesen um Sie bei der späteren Installation der TI-Komponenten (Konnektor, Kartenterminal, etc.) optimal unterstützen zu können. 

Als Grundausstattung sollte ein HBA pro Apothekeninhaber und jeweils eine SMC-B pro Betriebsstätte beantragt werden. (Bspw. als Inhaber mit einer Hauptapotheke und zwei zusätzlichen Filialen benötigen Sie einen HBA und drei SMC-B).

Für die Inbetriebnahme der TI-Installation ist zunächst nur die Institutionskarte (SMC-B) zwingend notwendig.
 
Ein Heilberufsausweis (HBA) ist nur in bestimmten Anwendungsfällen notwendig. Die für den 30.09.2020 geforderten Funktionen der Produkttypversion 3 (PTV3) benötigen erst einmal noch keinen HBA. Für alle weiteren geplanten Dienste (Patientenakte, eRezept) wird dies dann jedoch der Fall sein.

Aufgrund des aufwendigen Verfahrens zum Erhalt des Berechtigungsnachweises der Karten bei der Kammer, sollten Sie im ersten Schritt gleich beide Karten beantragen.

Der personenbezogene HBA berechtigt Vertreter approbierter Heilberufe die Grundleistungen der TI ausführen zu können. Dazu gehört der Zugriff auf Anwendungen wie den elektronischen Medikationsplan und eRezepte sowie auf die Daten der eGK. Mindestens ein HBA pro Apotheke ist somit immer notwendig.

Im Bestellprozess des Kartenanbieters medisign werden Sie gebeten, Ihre N-Ident-Nummer anzugeben. Bitte tragen Sie diese Nummer unbedingt ein.

Die N-Ident-Nummer ermöglicht der ADG den Auslieferungsstand der TI-Komponenten, datenschutzkonform und anonymisiert, nachzuvollziehen. Auf Basis dieser Informationen können die Installationstermine der TI-Komponenten besser geplant und vereinbart werden. Dies vermeidet auch in Ihrem Sinne erhöhte Aufwände oder wiederholte Anreisen.  

Sie haben die N-Ident-Nummer im Zusammenhang mit securPharm zur eindeutigen Identifizierung erhalten. Sollten Ihnen Ihre Nummer nicht bekannt sein, nehmen Sie bitte Kontakt mit der NGDA auf.

Im Bestellprozess des Kartenanbieters medisign werden Sie aufgefordert, Ihre Apothekennummer einzutragen. Bitte erfragen Sie diese im Zweifelsfall bei Ihrer zuständigen Apothekerkammer.

Ohne die gSMC-KT kann keine Verbindung zwischen eHealth-Kartenterminal und der Telematikinfrastruktur hergestellt werden. Die Smartcard enthält die Zertifikate und Schlüssel zum Aufbau der verschlüsselten Verbindung zum Konnektor.
Somit benötigt jedes Kartenterminal eine gerätespezifische gSMC-KT.

PTV1 beschreibt die Fähigkeit des Konnektors die Fachanwendung des Versichertenstammdatenmanagements (VSDM) zu unterstützen.

PTV2/3 beschreibt den Funktionsumfang des Konnektors der Stufe PTV1 zuzüglich der Fachanwendungen elektronische Signatur (QES), Notfalldatenmanagement (NFDM) und eMedikationsplan (eMP).

Für die Anschaffung der benötigten Komponenten erhalten Apotheken einen finanziellen Ausgleich durch die gesetzlichen Krankenkassen. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband haben sich dazu bereits im laufenden Jahr auf entsprechende Pauschalen geeinigt.

Eine Übersicht zu den Ausstattungs- und Einrichtungspauschalen erhalten Sie auf der Website der GKV.

 

Für die Vorbereitung auf den bevorstehenden Anschluss Ihrer Apotheke an die TI im nächsten Jahr, ist Ihr ADG Berater Ihr erster Ansprechpartner.

Ab sofort können Sie die ADG mit der Installation und Inbetriebnahme des ADG TI-Basispaket beauftragen. Füllen Sie dazu einfach das Angebotsblatt aus und senden Sie dieses an Ihre zuständige ADG Geschäftsstelle oder wenden Sie sich direkt an Ihren ADG Berater. Sollten Sie dies noch nicht getan haben, bitten wir Sie, dies schnellstmöglich nachzuholen, damit wir eine Installation des ADG TI-Basispaket bis zum 30. September 2020 gewährleisten können.

Auch bei der Installation der Komponenten und Schulung Ihres Teams steht Ihnen die ADG selbstverständlich zur Seite. Mit unserem Technikerteam unterstützen wir Sie bei der technischen Einrichtung und liefern zusätzlich die entsprechenden Softwarekomponenten für die Unterstützung durch Ihr ADG System.

Als Mitglied des Bundesverbands Deutscher Apothekensoftwarehäuser (ADAS) sind wir aktiv an der Umsetzung der geplanten Dienste (eMedikationsplans, eRezept, etc.) involviert und bringen unsere Expertise und Erfahrung als Apothekendienstleister dabei mit ein.

Übrigens: Alle Informationen zur Einführung des eRezepts haben wir in einem FAQ für Sie zusammengefasst.