Machen Sie Ihre Apotheke sicher!

Die DSGVO ist nach wie vor in aller Munde. Aber auch ohne die neue Verordnung – Datenschutz ist, insbesondere in der Apotheke, unumgänglich. Mit diesen Tipps machen Sie Ihre Offizin sicher.

Gut und sicher beraten
Die Apothekenbetriebsordnung sieht vor, dass „die Vertraulichkeit der Beratung, insbesondere an den Stellen, an denen Arzneimittel an Kunden abgegeben werden, so gewahrt wird, dass das Mithören des Beratungsgesprächs durch andere Kunden weitestgehend verhindert wird“ (§ 4 Abs. 2a ApBetrO). Um Ihren Patienten also die nötige Privatsphäre zu gewährleisten, ist ein Mindestabstand von 2m zwischen den Beratungsplätzen und zu wartenden Kunden einzuhalten.

Auch online sicher unterwegs
Digitale Kundendaten, E-Mail-Programme, Webseiten – um sich auch online sicher zu bewegen, sollte man auch der digitalen Welt besonders hohe Aufmerksamkeit schenken. Antiviren-Software, Firewalls und regelmäßige Sicherheits-Updates sollten Standard sein. Surft man im Internet, sollte man darauf achten, nur vertrauenswürdige Webseiten zu besuchen. Gleiches gilt für E-Mail-Anhänge: verdächtige oder nicht vertrauenswürdige Dateien niemals öffnen. Lieber einmal mehr absichern, als einmal zu wenig. Denn hat man sich erstmal einen Virus eingefangen, kann die Wiederherstellung der beschädigten Daten nicht nur sehr langwierig und schwierig bis unmöglich sein, sondern auch teuer.

Passwörter – gewusst wie
Passwörter, die sehr einfach zu erraten sind (z. B. Apotheke123), sind wahrlich ungeeignet. Auch „Verstecke“ wie unter der Tastatur, im Notizblock oder hinter dem Bilderrahmen sollten lieber nicht in Betracht gezogen werden. Zu schnell können sich Unbefugte Zutritt zu vertraulichen Daten verschaffen. Geht es um das Kreieren eines neuen Passwortes, sollten Sie folgende Kriterien berücksichtigen, um einen bestmöglichen Schutz zu gewährleisten:

  • Nutzung von Groß- und Kleinbuchstaben
  • Nutzung von Zahlen und Sonderzeichen
  • Keine Geburtsdaten, Namen, Spitznamen etc.
  • Ausreichende Passwortlänge (mindestens 8 Zeichen)
  • Keine Mehrfachverwendung (Passwörter ausschließlich für einen Zweck verwenden)

Tipp: Bauen Sie sich Eselsbrücken:
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Müll ist nicht gleich Müll
Sensible Daten dürfen nicht einfach im Papiermüll entsorgt werden. Geraten solche Dokumente in falsche Hände, kann das einem teuer zu stehen kommen. Investieren Sie in einen Aktenvernichter – bestenfalls sollte dieser der DIN 66399 Schutzklasse 3, Sicherheitsstufe 4 oder 5 entsprechen. Digital gilt: Löschen ist nicht gleich löschen. Ist Jemand technisch etwas versiert, kann er auch von einer Festplatte vermeintlich gelöschte Daten wieder herstellen. Denn meistens landen diese nur im „Mülleimer“. Daher sollten Sie Speichermedien, wie Festplatten oder USB-Sticks, formatieren und somit alle Daten endgültig und sicher löschen.

Lesen Sie hier weitere Informationen rund um das Thema DSGVO.